Mit dem Bauwagen zum Ziel

Unser Hilfsangebot für Straßenkinder sieht insbesondere die Motivation schulmüder und schulverweigernder Jugendlicher vor, die sich schon längere Zeit familiärer und außerfamiliärer Hilfe entzogen haben und kaum erreichbar sind.
bauwagen

BEDEUTUNG FÜR EINE JUGENDGERECHTE GESELLSCHAFT

Anlass für unser Projekt war die zunehmende Zahl der Jugendlichen, die aufgrund von Ordnungswidrigkeitsverfahren zu uns kamen und deren Lebenssituation gekennzeichnet war von drohender Obdachlosigkeit, von Couchsurfing und fehlender familiärer Unterstützung. Die Idee des Bauwagens entstand beim Entwickeln der pädagogischen Schwerpunkte für die Arbeit mit dieser Zielgruppe. Denn eines stand fest: Wir müssen Anreize finden, die flexibel sind, die neue Strukturen anbieten und Lernmotive ermöglichen. Der Bauwagen erschien uns ein Symbol für einerseits Offenheit und andererseits Geborgenheit, im Sinne von einen Platz finden und Fürsorge erfahren.

Die Nähe zu den Betreuerinnen und Betreuern und die Beteiligung der Teilnehmenden an dem Geschehen und der Themenfindung ist wichtige Voraussetzung, um einen Zugang zu der Zielgruppe zu bekommen. Wichtig im Projekt ist auch die Netzwerkarbeit, denn nur so können tragfähige Perspektiven, auch für völlig motivationslose Jugendliche gefunden werden.

IDEE, ZIELE & Umsetzung

Es geht um Motivation: Mit dem Bauwagen zum Ziel! Von der Strasse weg! Ressourcen ausfindig machen und sich auf die eigenen Ziele konzentrieren lernen: Unser Projekt richtet sich an Sozialbenachteiligte und/oder individuell beeinträchtigte junge Menschen im Alter von 14 bis 21 Jahren, die von Obdachlosigkeit und Verwahrlosung bedroht sind.

Was? Wo? Wie?

  • In der Begegnung im Bauwagen über Basics wie z. B. mal so richtig satt essen, Interesse wecken! – Ressourcen suchen und Lust auf Lernen wecken!
  • Lernen vor Ort – Mit den jungen Menschen sozialraumbezogene Standorte suchen und finden! Sozial, ökologisch und kreativ! Der ländlichen Lebenswelt etwas abgewinnen: Wasser, Hafen, Natur... !
  • Beziehungsarbeit im gemeinsamen Erleben, erlebnispädagogische Methoden, Klettern, Angeln, Boot fahren… um Wege aus Lethargie, Devianz und  Suchtgefährdung zu finden. Da nehm ich was mit! Gestaltpädagogische Lernmotivation, um Selbstbewusstsein zu stärken, Selbstwirksamkeit anzuregen und handfeste Ergebnisse zu erreichen: z. B. mein Selfi-Buch, mein eigenes Kunstwerk.
  • Der Totalverweigerung mit Beziehung, Zuverlässigkeit, Präsenz und Kreativität entgegen wirken. Zukunftsperspektiven entwickeln und das Netzwerk mobilisieren!

KOOPERATION & UNTERSTÜTZUNG

  • Jugendhilfe
  • Jugendberufsagentur
  • Schulen
  • Vereine
  • Präventionsausschüsse
  • Sozialraumpartner/Gemeinwesen
  • Suchtberatung

Zeitraum

Mai 2017–April 2019

Ort

Landkreis Cuxhaven, Stadt Cuxhaven

Träger und Kontakt

Die Schleuse e. V.
Altenwalder Chaussee 2b
27474 Cuxhaven

Renate Sturm                                                                 renate.sturm@dieschleuseev.de                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    047216639879                                                                           

www.dieschleuseev.de