Social entrepreneurship education in der Jugendarbeit

Mit dem Aufbau nachhaltiger Schülerfirmen fördert Acht e. V. inter- und transkulturellen Austausch sowie das Empowerment sozial benachteiligter Gruppen.
BenediktGeyer Pixabay

BEDEUTUNG FÜR EINE JUGENDGERECHTE GESELLSCHAFT

Die am Projekt beteiligten Jugendlichen werden durch Eigeninitiative mehr Sensibilität für die Strukturen des Fairen Handels sowie einen kritischen Umgang mit Konsum erlangen. Sie werden motiviert, sich für mehr Gerechtigkeit in der Welt stark zu machen und werden Botschafter/-innen für kulturelle Vielfalt und Toleranz. Gleichzeitig wird ihnen ein globales Bewusstsein und die Wichtigkeit von Verantwortungsübernahme vermittelt.

IDEE, ZIELE & Umsetzung

Es werden vier bis sechs nachhaltige Schülerfirmen an Berliner Schulen gegründet. Diese beziehen Kaffee/Kakao einer peruanischen Kooperative oder Sweatshirts einer indischen, fairen Bekleidungsfirma und verkaufen die Produkte in Deutschland. Es arbeiten immer zwei Schulen, mit und ohne Förderbedarf, zusammen. Inhalte werden an Unterrichtseinheiten geknüpft, wodurch die Schüler/-innen die Unterstützung bekommen, die Schülerfirmen eigenständig zu organisieren. Die Arbeit wird medial begleitet und Netzwerke zu bestehenden Schülerfirmennetzwerken initiiert. Internationale Schülerfirmentreffen werden angeboten und es sollen Jugendbegegnungen mit Partnerorganisationen in Indien und Peru organisiert werden, mit dem Ziel, dauerhafte Partnerschaften aufzubauen. Am Ende des Projektes wird ein Austausch stattfinden, bei dem Nachhaltigkeit und Fairness in Form eines Schüler/-innen-Audits auf die Probe gestellt werden.

WELCHEN MEHRWERT HAT DAS PROJEKT FÜR DIE INTERNATIONALE JUGENDARBEIT?

Ein wichtiger Baustein für den Erfolg des Projektes ist die sektorübergreifende Kooperation zwischen Internationaler Jugendarbeit, verschiedenen Schultypen und der Wirtschaft. Durch die entstehenden Schnittstellen eröffnen sich für junge Menschen auch außerhalb von Jugendarbeit die Chance zu Austausch und Begegnung. Gleichzeitig wird versucht, immer zwei Schulen zusammenarbeiten zu lassen, wobei eine der Schulen für Schüler/-innen mit speziellem Förderbedarf sein soll. Somit werden nicht nur tendenziell eher mit globalen Themen vertraute Jugendliche angesprochen, sondern das Spektrum derer, die globales und nachhaltiges Handeln vermittelt bekommen, wird auf die Gruppe der Schüler/-innen mit Förderbedarf erweitert.

KOOPERATION & UNTERSTÜTZUNG

  • Oro Verde (Kaffeekooperative, Peru)
  • Fair&Organic (Faire Kleidung Bangalore, Indien)
  • Schülerfirma FairWear, Berlin
  • Deutschland Radio Kultur
  • Onkel Toms Kaffeerösterei, Berlin
  • Hultgren Nachhaltigkeitsberatung, Berlin
  • Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin
  • Bezirksamt Charlottelburg Wilmersdorf, Berlin
  • Bezirksamt Zehlendorf, Berlin

Zeitraum

April 2017–September 2019

Ort

Hamburg, Berlin

Träger und Kontakt

Acht e.V.
c/o Thinkfarm
Moosdorfstr. 7-9
12435 Berlin

Linda Klingenberg
0176 89040953
Linda.klingenberg@acht-ev.de

www.socened.de